Frischer Wind für Kriens

Stadtratswahlen: Kriens drückt den Reset-Knopf

Das Resultat ist klar und deutlich: Die Krienserinnen und Krienser wollen im Stadthaus einen Neustart. Alle vier neuen Kandidaten schaffen den Sprung auf die ersten fünf Plätze. Die bisherigen Stadträte müssen hinten anstehen.

Es ist ein Sieg für das überparteiliche Komitee «Frischer Wind für Kriens»: Die vom Komitee unterstützten vier Kandidaten lassen die bisherigen Stadträte klar hinter sich. Nur die einzige Stadträtin schafft es mit den Neuen unter die ersten fünf.

Die Krienser Stimmbürger haben damit ihren Unmut über den bisherigen Stadtrat – die Streitereien über Lohnfragen, Kostenüberschreitungen bei den Zentrumsbauten, etc. – zum Ausdruck gebracht und für einen Neuanfang votiert.

Gerade auch die aktuelle Krise zeigt, dass es für die Bewältigung von Herausforderungen ein funktionierendes Team braucht, das gut und konstruktiv zusammenarbeitet, um Lösungen zu finden; rasch, kreativ, digital, unkonventionell, überparteilich, gemeinschaftlich - alles Attribute, die auf die neuen Kandidaten zutreffen. Die Lösungsansätze von gestern sind für die Herausforderungen von heute und morgen ungenügend.

Das Komitee «Frischer Wind für Kriens» gratuliert Maurus Frey (Grüne) zur Wahl in den Stadtrat. Und es nimmt den Schwung aus dem ersten Wahlgang mit, um getreu dem Motto «Fähigkeit und Tatkraft vor engstirniger Parteipolitik» Cla Büchi (SP), Roger Erni (FDP) und Marco Frauenknecht (SVP) und neu auch Christine Kaufmann-Wolf (CVP) auch im zweiten Wahlgang zu unterstützen.

Kriens braucht frischen Wind im Stadthaus trotz Gefahren von Sturmböen

Die Podiumsdiskussion vom 12.02.2020 hat wieder gezeigt, dass bestehende Probleme nicht erkannt oder nicht erkannt werden wollen.

Der Stadtrat hat auch gute Arbeit geleistet, aber ganzheitlich gesehen muss man sich doch fragen, ob kritiklose Wiederwahlen das Richtige sind und ob nicht eine junge, motivierte Equipe, parteilich konkordant ausgewogen mit frischem Elan die riesigen Probleme anpacken soll.

Punkte, die für den frischen Wind sprechen:

  • Das Finanzgebaren und das Budgetverhalten in der Zentrumsüberbauung hat durch nicht bewilligte und doch schon ausbezahlte Ausgaben in Millionenhöhe erstmals in der Stadt Kriens zur Einsetzung einer PUK (parlamentarische Untersuchungskommission) geführt.
  • Die Schulraumplanung ist aus den Fugen geraten und erscheint hilflos angesichts der massiven Herausforderungen durch all die neuen Wohnungen und Quartiere. Hier ist leider ein eklatantes Führungsmanko auszumachen. (hätte man schon früher alles kommen sehen)
  • Bei den bestehenden Freiflächen geht der Stadtrat den Weg des geringsten Wiederstandes ohne Visionen und Flexibilität. Das Kantonsgericht hat den Stadtrat nun zurückgepfiffen und klar festgehalten, dass der Stadtrat Kriens, mit dem Erlass der genannten Verordnung, seine «Rechtsetzungskompetenzen» überschritten hat. Oder einfacher ausgedrückt, diese Verordnung widerspricht dem BZR und dem Willen des Einwohnerrats.
  • Im Baubewilligungs- und Kontrollwesen zeigen sich erstaunliche Fragwürdigkeiten und Führungsprobleme. (Interpellation Tschümperlin 243/19 und 244/19)
  • Wir sind es leid, dass bis in die Öffentlichkeit von einem uneinigen und zerstrittenen Stadtrat zu hören ist. Es ist eine unausgesprochene Tatsache, dass der fähige und verdiente bisherige Stadtpräsident nicht zuletzt deswegen den Hut genommen hat.
  • In der Lohndebatte hat es sich gezeigt, dass ihnen die Kompensation der Lohnreduktion auf 160'000.– für 80% durch Spesen und Nebeneinkünfte wichtiger war, als das Spargebot der finanziell engbrüstigen Stadt.
  • Die Verschuldung pro Kopf ist in den letzten Jahren weit über 6000.– pro Einwohner angestiegen und macht Kriens im Kanton zu einer Sorgengemeinde.
  • Eine Steuererhöhung wird bis nach den Wahlen zurückgehalten und wurde bisher erst im Aufgaben- und Finanzplan unauffällig angedeutet.
  • Der Stadtrat hat nicht einmal gemerkt, dass Kriens als alleinige Gemeinde der Agglomeration noch kein Glasfasernetz hat und somit von den Anbietern sträflich vernachlässigt wurde.

Parteigrenzen sind doch nicht das Wichtigste, sondern Tatkraft, Qualifikation und Gestaltungswillen für das Gemeinwohl und die Solidität unserer Stadt. Das bringen die von uns vorgeschlagenen Kandidaten garantiert mit.

Cla Büchi
SP

Roger Erni
FDP

Marco Frauenknecht
SVP

Maurus Frey
Grüne

Christine Kaufmann-Wolf
CVP